Location: Galerie MP13
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01.10.2014, 14:35
Aktuell
Galerie M - mit dem Abriß ist auf Generationen eine Chance vertan
Galerie M - ein Kunsthaus unter der Abrißbirne. In: kunststadt stadtkunst Nr. 61So lautet das fundierte und kritische Fazit des Beitrags "Ein Kunsthaus unter der Abrissbirne | Das Galeriegebäude Marzahner Promenade 13 ist zerstört" von dem Architekturhistoriker Martin Schönfeld in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift kunststadt stadtkunst.
Erwartungsgemäß hat man seine Meinung ebensowenig wie die aller anderen Fürsprecher der Galerie M beachtet. Stattdessen fabriziert man weiter Seifenblasen und zwitschert miteinander auf fast schon peinliche Weise in den sozialen Netzen.
Wie resümiert Martin Schönfeld: "Der Abriss des Ausstellungshauses Marzahner Promenade 13 ist das sinnfällige Bild für ein gedankenloses Desinteresse an der Kunst und Kultur. Schuldige sind dafür nicht eindeutig zu identifizieren. Vielmehr lastet das Scheitern dieses Hauses auf den Schultern vieler. Es ist zu befürchten, dass all jenen, die das Potenzial dieses Gebäudes und dieses Ortes so unmotiviert verspielt haben, die Tragweite und Schwere dieses Geschehens gar nicht klar ist. An der Marzahner Promenade 13 wurde eine Möglichkeit vertan, die sich auf Generationen absehbar nicht wiederholen wird."
kunststadt stadtkunst Ausgabe 2014Die Zeitschrift kunststadt stadtkunst ist ein Informationsdienst der Kulturwerk des bbk berlin GmbH. Sie erscheint einmal im Jahr und informiert über Projekte und Aktivitäten des Berliner Büros für Kunst im öffentlichen Raum. kunststadt stadtkunst ist europaweit die einzige Fachzeitschrift zu Kunst im öffentlichen Raum. Die aktuelle Nummer 61 von kunststadt stadtkunst ist im April 2014 erschienen und auch in der Galerie M MP 46 erhältlich.
 
 
Ist das Kunst oder kann das weg? Kunstprojekte auf der Marzahner Promenade
An dieser Stelle ist bis vor kurzem vor allem sogenannter temporärer Kunst - der Name ist Programm - in der Galerie M MP 46 hin und wieder kritisch-ironische Aufmerksamkeit zuteil geworden. Das war nicht jedermanns Geschmack. Nun gut, es geht auch ohne.
Allerdings fragt sich nicht nur der schlichte Marzahner beim Vorbeilaufen an der Galerie M MP 46: Ist das hier Kunst oder kann das weg? Die rabiate Beantwortung dieser Frage hat andernorts manchen Wachmann oder Gebäudereiniger den Job gekostet, von Schadensersatzforderungen ganz abgesehen. Mißliebigen Kritikern wurde auch schon Härteres angedroht. Soweit wollen wir es hier nicht kommen lassen.
Deshalb: Die Antwort liegt ganz allein im Auge des Betrachters.  Eine Schule des Sehens, die nicht besserwisserisch daherkommt, könnte helfen, bisher Unverstandenes und Abgelehntes durchschaubar zu machen und vielleicht sogar zu akzeptieren. Das jedenfalls wäre allemal hilfreicher, als weiter die Leute vor den Kopf zu stoßen, indem man ihnen pauschal jedes Kunstverständnis abspricht und sie in die Schmuddelecke Ost-Sozialisation stellt.
Davon mal abgesehen: Fast alles, was die Leute an der Marzahner Promenade täglich und nicht nur dort brennend interessiert, bleibt  so oder so außen vor: Dauerbaustelle und Millionengrab Marzahner Promenade, der Zustand des Wohnumfeldes, von Grünanlagen und Parks, von Straßen und Gehwegen. Über eine kaputte Promenade auch 2015 zu stolpern, ist eine genau so wenig erfreuliche Aussicht wie die fortgesetzte  Austreibung von Kunst durch Banalisierung und Infantilisierung derselben. Fast fünf Jahre dauert die im Kern überflüssige Verschlimmbesserung der Marzahner Promenade. Pflege und Hege derselben hätten gereicht.  Was dieses Projekt aus dem Bund-Länder-Programm "Aktive Zentren" soll, kann man unter www.marzahnerpromenade nachlesen. Auch für die temporären Kunstprojekte auf der Promenade wurde inzwischen eine Webseite eingerichtet: www.kunstraum-m.de
Unter dem Titel "Willkommen in MarzahnHellersdorf - Bezirk punktet mehr denn je mit Kunst & Kultur" erfährt der geneigte Leser der bezirksamtlichen "Guten Nachrichten aus Marzahn-Hellersdorf", daß dank der Kulturstadträtin Juliane Witt und ihrer Galeristin Karin Scheel der Bezirk ganz oben in der hauptstädtischen Kulturliga mitspiele. Wovon vor Ort nicht das geringste zu merken ist, auch wenn im Sommer 2014 die Süddeutsche Zeitung und andere Blätter vom Tagesspiegel bis zur BILD anderes erlebt haben wollen.
Hätten doch die hier Verantwortlichen nur halb soviel Energie in die Erneuerung der Marzahner Promenade und in die Rettung der Galerie M MP13 gesteckt wie in ihre derzeitigen Medienkampagnen und künstlerischen Drahtseilakte. Aber warum sollten sie? Es geht doch ganz wunderbar ohne das alte Haus. Und die Ersatzinstallation stört auch nicht weiter. Niemand verlangsamt auch nur seinen Schritt wegen der Galerie M MP46. Man eilt von einem vermeintlichen Höhepunkt zum nächsten, ohne sich auch nur einmal umzudrehen,  man hat Visionen von einem Bilderschloß und einer IGA 2017. Das, was dieser Bezirk zuallerletzt braucht.  Aber wer will das schon wissen und wen ficht das an? Bürger und Politik bewegen sich ohnehin auf gegenläufigen Umlaufbahnen und sind weiter denn je voneinander entfernt. Und wo sie schon einmal direkt aufeinandertreffen, was die Politik inzwischen möglichst vermeidet, ist die Stimmung aggressiv bis explosiv. Vorgezogene Neuwahlen in Berlin würden das wie in anderen Bundesländern drastisch bestätigen. Hoffen wir darauf, wenn sonst schon auf nichts zu hoffen ist.
Wohntheke Hellersdorf hält nicht, was sie versprichtApropos Kunst im öffentlichen Raum: Eine Studentengruppe der Uni Weimar hatte im Mai 2014 Potentiale im öffentlichen Raum des Stadtbezirks erforschen wollen. Ergebnisse sind nicht bekannt geworden. Gesprächspartner sollten u.a. Vertreter des Kompetenzzentrums Großsiedlungen sein, das in der Hellersdorfer Wohntheke sitzt.  Das aktuellste Material dort stammt von der Expo 2000. Zu den ohnehin seltenen Sprechzeiten ist niemand da. Der äußerlich einladende Glaspavillon bräuchte drinnen mal eine Grundreinigung und ist eine schlechte Visitenkarte für das Zentrum wie für den Bezirk.  Wenn nicht ein Medienprojekt des Vereins helliwood dort noch säße, wäre er wohl schon längst  aufgegeben worden.
Grünes Licht für Abriß
Auf seiner Sitzung am 16. Januar 2014 hat der Hauptausschuß der BVV das von der BVV-Fraktion Die Linke im November 2013 beantragte Abrißmoratorium mit der Stimmenmehrheit der Zählgemeinschaft von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt. Man hielt es in Art selbstherrlicher Parlamentarier nicht einmal für notwendig, diese Ablehnung auch nur mit einem Satz zu begründen. Damit ist die letzte parlamentarische Hürde für den Abriß gefallen. Bereits Anfang Dezember 2013 hatte der Ausschuß für Kultur und Weiterbildung mehrheitlich der BVV empfohlen, den Antrag auf ein Abrißmoratorium abzulehnen.
rbb Kulturradio berichtet über die Galerie M
rbb-Redakteurin Michaela Gericke war vor Ort und sprach mit dem Architekten Prof. Wolf-Rüdiger Eisentraut und dem Komponisten Kurt Dietmar Richter. Eisentraut:  Reißen Sie gleich Ihr Haus ab, nur weil die Heizung kaputt und das Dach undicht sind? Sanierung ist billiger als Abriß! Den Beitrag nachhören
Linksfraktion fordert Abrißmoratorium
Der von Olaf Ostertag, Vorsitzender des Kulturausschusses der BVV, für die Linksfraktion begründete Antrag wird von Zählgemeinschaft aus SPD, CDU und Grünen in Ausschüsse überwiesen.
Eilanfrage im Berliner Abgeordnetenhaus
Der Linkspolitiker Wolfgang Brauer stellt acht unbequeme Fragen an Politik und Eigentümer.  Senat stellt sich in seiner Antwort hinter Eigentümer und BzA.
Galerie M seit Dezember 2013 eingezäunt. Abriß beginnt im Januar 2014
Seit Anfang Dezember 2013 ist die Galerie M weiträumig abgesperrt. Anfang Januar 2014 wird mit der Baustelleneinrichtung begonnen. Der Rückbau erfolgt etwa eginnt dann ab Mitte Januar. Die Gebäudekonstruktion wird beim Rückbau schrittweise entlastet, d. h. in der Reihenfolge Rückbau der Attika, Geschossdecken und Treppen, Wandelemente, Stützen und Riegel, Fundamente. Die Elemente werden abgefahren und nicht vor Ort zerkleinert, um die Lärm- und Staubbelastung für die Anwohner zu reduzieren.
Galerie M - eine Dokumentation
Willkommen auf der Webpräsenz der Freunde der Galerie M Marzahner Promenade 13. Wer erfahren will, warum diese Galerie bezirklicher Sparpolitik und Eigentümerkalkül geopfert werden soll, ist hier genau richtig. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin als langjähriger Betreiber und der Eigentümer Degewo rechnen derzeit intensiv die schon lange fertigen Pläne und Konzepte zum Bau eines Bürgeramtes mit Galeriebetrieb durch. Bis Ende August 2013 will man damit fertig sein.
Inzwischen schreiben wir Oktober 2013. Bezirksamt und Degewo hüllen sich weiter in Schweigen. In den BVV-Beratungen zum Haushalt 2014/215 äußerte sich keine einzige Fraktion zur Zukunft der Galerie M am alten Ort. Die Galerie M Marzahner Promenade 13 ist für alle Fraktionen einschließlich der Partei Die Linke nur noch Abrißobjekt. Die Aufnahme der Galerie M MP 13 in die Rote Liste des Deutschen Kulturrats ändert daran nichts mehr.
OKTOBER 2015:  Da, wo einst die Galerie M stand, sitzt derzeit eine Bauleitung. Was danach kommt, wir wissen es nicht.

 

Tips & Termine

Tips & Termine

13.05.2014

Hellersdorf hat weltweit einzigen Kurt-Weill-Platz | Dotschy Reinhardt liest in der Kleist-Bibliothek | Ernüchternde Kunstbilanz im Bezirk | Hellersdorfer Pyramide mit grandioser Ausstellung von Gegenwartskunst | Marzahns erster Bürgermeister Gerd Cyske im Gespräch | Buchvorstellung zum Zwangslager Marzahn | Marzahner Mühlenleben | Marzahn-Hellersdorfer Panoramen im Heimatmuseum | Degewo spendet Mietern Bibliotheksausweise | Schloß frühestens 2016 fertig | Galeriebeirat verstärkt | Bildatlas "Kunst in der DDR" diskutiert | Das Kunstarchiv Beeskow stellt sich vor | Vorstellung Architekturkonzept am 14.10.2013 | Galeriebeirat gegründet | Galeriebeirat für Schloß Biesdorf | Vortrag zur Galerie Bilderstreit | Der Architekt Prof. Wolf R. Eisentraut beging am 1.12.2013 seinen 70. Geburtstag mehr »

Schämt euch!
Galerie M Ansicht vom 22.9.2014
Galerie M Ansicht vom 3.5.2014
Galerie M Ansicht vom 25.3.2014
Galerie M Ansicht vom 23.2.2014
 
"Du sollst nicht fürchten die Obrigkeit, denn sie ist nur von Mammon." (kdr)
"Du sollst Kulturbauten hegen und pflegen, denn sie sind nicht von Mammon." (kdr)
Galerie M demoliert
Galerie M liegt in Trümmern - über diesen Abriß wächst kein Gras
Galerie M 27.1.2014 - der AbrißAm 20. Januar 2014 hat der Abriß der Galerie M begonnen. Wenige Tage zuvor hatte der BVV-Hauptausschuß einen viel zu späten und halbherzigen Antrag der Linken auf ein Abrißmoratorium mehrheitlich abgelehnt. Die Handvoll aktiver Abrißgegner war zu keiner Zeit in der Lage, das Kartell der Abreißer zu stoppen.
Im August 1990 feierlich als singulärer Galerieneubau vom Format einer hauptstädtischen Kunsthalle mit exzellenter Akustik an die Marzahner übergeben, beginnt nach nicht einmal 24 Jahren das von Politik und Eigentümer Degewo gewollte Zerstörungswerk. Galerie M am 23.1.2014Der Triumph der Marzahner Kulturlosigkeit scheint total.
Soviel läßt sich aber jetzt schon sagen: Über diesen Abriß wächst kein Gras, auch wenn Politik und Eigentümer noch so gründlich alle Spuren der Erinnerung an diesen bedeutenden Bau der DDR-Architekturmoderne auslöschen werden. Wer derart mit seinem baulichen und kulturell-künstlerischen Auftrag wie Erbe umgeht, stellt sich ein Armutszeugnis aus. (Fotos auf der Seite Der Abriß)
Wäre die Galerie M zu retten gewesen? Zweifelsohne, wenn das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf als der langjährige Betreiber der Galerie M und der Eigentümer DEGEWOGalerie M Marzahner Promenade 13 ernsthaft gewillt gewesen wären, auf die nachfolgenden Forderungen der Freunde der Galerie M einzugehen
  • sofortige Sicherungsmaßnahmen gegen weiteren Verfall und Vandalismus
  • Erhalt und Sanierung der Galerie am Kulturstandort Marzahner Promenade 13
  • einen Runden Tisch von Politik, Eigentümer, Fachleuten und Bürgern
  • eine sichere Betreiberkonstruktion
  • ein Nutzungskonzept im Interesse v i e l e r Bürger
Doch diese Absicht bestand zu keiner Zeit.
Bezirksamt und der Eigentümer Degewo verfolgten schon spätestes seit 2010 ganz andere Pläne. Statt Sanierung Totalabriß. Weg mit dem ungeliebten und marode geredeten DDR-Architekturerbe! Das war das erklärte Ziel und das ist mit vereinten Kräften erreicht worden! (siehe Kommentar)
Wolfgang Brauer, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Berliner Abgeordnetenhaus, hat in einem letzten Aufbäumen gegen diesen kulturpolitischen Skandal in Marzahn am 13. November 2013 eine Kleine Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus gestellt. Jetzt liegt die amtliche Antwort vor. Wie zu erwarten war, gibt sie 1:1 die Position der Abreißer wider. Abriß koste es, was es wolle. Derzeit geschätzte 3,6 Millionen Euro inklusive Neubau. Kostensteigerung nach oben offen. Wer sich erinnert, weiß, daß die Asbestbeseitigung im Palast der Republik dreimal so teuer wurde, wie ursprünglich veranschlagt.
Protest vor der BVV am 23.1.2014Am 7. Januar 2014 meldeten sich im rbb-Kulturradio noch einmal Prof. Eisentraut und der Komponist Kurt Dietmar Richter zu Wort, um zu fragen, welcher Hauseigentümer auf die Idee komme, nur deshalb seine Bleibe abzureißen, weil Dach und Heizung zu reparieren seien. Wer 23 Jahre derart unachtsam mit einer ihm vom Bezirksamt geschenkten niet- und nagelneuen Galerie umgeht, daß Abriß die einzige Lösung scheint, offenbart ein gelinde gesagt gestörtes Verhältnis zu ihm anvertrauten Eigentum.
Aber da im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf parteiübergreifend niemand mehr an die "alte" Galerie M und damit an sein eigenes Versagen erinnert werden will, wird sie geopfert. Daran wird auch das von der Fraktion Die Linke auf der BVV-Sitzung vom 21.11.2013 eingebrachte Abrißmoratorium (siehe auch Newsletter Der rote Apfel) nichts mehr ändern. Der Initiativantrag (siehe Kommentar) kommt mindestens zweieinhalb Jahre zu spät und wurde prompt von der bezirklichen Zählgemeinschaft aus SPD, Grünen und CDU in den Hauptausschuß sowie den Ausschuß für Kultur und Weiterbildung überwiesen. Und damit ad acta gelegt. Inzwischen hat der Hauptausschuß der BVV wie zu erwarten war am 16. Januar 2014 mit der Stimmenmehrheit der Zählgemeinschaft das Abrißmoratorium ohne jede Begründung abgelehnt. Zuvor hatte bereits Anfang Dezember 2013 der Ausschuß für Kultur und Weiterbildung mit sieben Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung der BVV empfohlen, den Antrag abzulehnen.
Prof. Eisentraut, dessen Architektur Marzahn einst prägte, wird zu seinem 70. Geburtstag mit dem Abriß eines seiner Hauptwerke konfrontiert. Da kommt nicht nur bei ihm Wut auf.
Degewo zäunt Galerie M ein - Abriß hat im Januar 2014 begonnen
Galerie M Protest am 22.1.2014Bereits Anfang Dezember 2013 hatte die Degewo die Galerie M weiträumig eingezäunt. Inzwischen hat in der vierten Januarwoche die Demolierung begonnen. Große Teile des Gebäudes sind bereits zum Einsturz gebracht und vernichtet. Von einem geordneten "Rückbau" kann entgegen den offiziellen Ankündigungen nicht die Rede sein.
Das China-Restaurant bleibt während der Abrißarbeiten von Januar bis voraussichtlich April 2014 geschlossen und soll dann wieder öffnen.
Wie es nach dem brutalen und unsinnigen Abriß der Galerie weitergeht, ist derzeit noch offen. Angesichts der völlig überhöhten Mietforderungen der Degewo für den avisierten Neubau eines Bürgeramts halten sich derzeit alle Seiten bedeckt. Die denkbar schlechteste Lösung wäre eine weitere Brache vor freistehenden Hochhäusern. Danach sieht es derzeit aus. Doch davor graut selbst einigen Bezirkspolitikern, so daß Degewo und Bezirksamt gezwungen sein werden, einen Kompromiß zu finden, um nicht vollends ihr Gesicht zu verlieren.
Die Spatzen pfiffen es schon lange von den Dächern. Nun ist die Katze aus dem Sack. Politik und Wirtschaftsunternehmen Degewo verhandeln seit Juli 2013 und nach jahrelangen verborgenen Planungen intensiv über den Neubau eines Bürgeramtes und die Wiedereinrichtung einer Kunstgalerie am Standort Marzahner Promenade 13. Geplant ist ein Bürgeramt mit angeschlossenem Kulturbetrieb in der 1. Etage. Etwa 850 Quadratmeter Gesamtfläche, davon ca. 350 Quadratmeter für Kultur. Macht bei ca. 10 Euro/qm Kaltmiete rund 8500 Euro Mietzins monatlich. Inzwischen streiten sich BzA und Degewo um die Einzelheiten der Mietkonditionen, die je nach Laufzeit und Fläche zwischen 13 bis 27 Euro/qm schwanken. Ein lohnendes Geschäft, ein miserabler Tausch gegen eine einmalige und einzigartige Kunst- und Konzerthalle.
 

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